Magnesiummangel: Bei diesen 6 Krankheiten hilft Magnesium! Folgen und Symptome von Mangel

 

✅ Magnesium ist ein Element der 2. Hauptgruppe im Periodensystem der Elemente und gehört damit zu den Erdalkalimetallen. Es kommt natürlicherweise nicht frei, sondern lediglich in Verbindungen und Komplexen vor. Deshalb wird Magnesium oft auch als zweiwertiges Ion bezeichnet und dementsprechend als Mg2+ geschrieben. 

 

 

⭐️ Des Weiteren wird Magnesium für die Bereitstellung des universellen „Energieträgers“ Adenosintriphosphat (ATP) benötigt. Hier stabilisiert die Bindung des Metallions einen Zustand, in dem Adenosin zusammen mit drei Phosphatgruppen vorliegt.

Die Phosphatgruppen sind dabei über sogenannte „energiereiche Anhydridbindungen“ verknüpft, bei deren Lösung viel Energie frei und damit für Stoffwechselprozesse zur Verfügung steht. Ohne Magnesium würden die Bindungen ständig spontan gelöst und die zuvor investierte „Bildungsenergie“ oftmals ungenutzt wieder frei. Der Magnesium-ATP-Komplex hingegen hat eine deutlich höhere Aktivierungsenergie, als ATP ohne das Ion, sodass die Spaltung der beiden energiereichen Bindungen fast ausschließlich enzymatisch erfolgt. Somit kann ATP bis zu einem gewissen Grad auch „auf Vorrat“ in der Zelle verbleiben und ermöglicht das Ablaufen energetisch ungünstiger Reaktionen durch die energetische Kopplung oder sorgt für die schnelle Energiebereitstellung zu Beginn einer körperlichen Belastung.


Darüber hinaus ist Magnesium essenziell für die Muskelkontraktion. Die „Verkürzung“ der Muskulatur bzw. Kraftentwicklung entsteht letztlich aus der feinregulierten Interaktion zweier faserbildender Moleküle im Muskel – dem Aktin und dem Myosin, die durch Proteinstrukturen verankert bzw. in bestimmter Position zueinander gehalten werden.

Während das Aktin ein fadenförmiges Riesenmolekül darstellt, verfügt das Myosin über eine Kopfdomäne, mit deren Hilfe es sich am Aktin entlangbewegen kann. Die Vielzahl solcher mikroskopisch kleiner Einzelbewegungen führt in Summe zur Muskelkontraktion oder zum Kraftaufbau (wenn der Muskel z.B. durch ein Gewicht an der Verkürzung gehindert wird).

Für das Gleiten des Myosins ist einerseits das Vorhandensein von ATP erforderlich, denn nur wenn ATP am Myosinkopf gebunden ist, löst sich dieser aus seiner Verzahnung mit Aktin. Die Spaltung der energiereichen Bindung im ATP führt schließlich zum Abknicken des Myosinkopfes (Kraftschlag), anschließend zur erneuten Bindung und damit zur relativen Bewegung des Myosin gegen das Aktin. Magnesium vermittelt dabei die Bindung zwischen Myosinkopf und ATP durch Anlagerung an das aktive Zentrum des Myosins und ist somit maßgeblich an der Muskelarbeit beteiligt.

Die Aufgaben von Magnesium:
1. Aktiviert ATP, also den Kraftstoff der Zellen
2. Aktiviert rund 600 Enzyme (Co-Faktor)
3. Entspannt die Muskeln als natürlicher „Gegenspieler“ von Calcium
4. Trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei
5. Trägt zum Erhalt gesunder Knochen bei

Symptome eines Magnesiummangels:
1. Waden- und Muskelkrämpfe
2. Muskelzucken (vor allem des Augenlids)
3. Kribbeln/Taubheitsgefühle in den Fingern oder in einzelnen Muskelpartien
4. Muskelverspannungen

Bei welchen Erkrankungen ist eine Behandlung mit Magnesium sinnvoll?
1. Bluthochdruck
2. Herzschwäche
3. Fettstoffwechselstörung und Arteriosklerose
4. Zuckerkrankheit = Diabetes Mellitus
5. Osteoporose
6. Neurologischer Erkrankungen wie Demenz, Parkinson

Wirkt Vitamin D besser mit Magnesium?
JA
Wir wissen heute seit zwei Jahren, wenn Patienten einen Vitamin-D-Mangel haben, was ja gar nicht mal so selten ist, vor allem in den Wintermonaten, dass diese davon profitieren, wenn gleichzeitig Vitamin D und Magnesium eingenommen wird.