Der Mann aus Hattingen war nach Angaben des Ennepe-Ruhr-Kreises nach einem New-York-Aufenthalt mit Zeichen einer Grippe in Paris gelandet. Dort veranlassten die französischen Behörden einen Schnelltest, der nach ersten Erkenntnissen positiv ausfiel. Auf eigenen Wunsch kehrte der Student nach Deutschland zurück - vorsorglich wurde er zuvor mit Tamiflu behandelt. Nach seiner Rückkehr informierte der Mann seine Hausärztin, die wiederum das Gesundheitsamt des Kreises in Kenntnis setzte.

Das Gesundheitsamt führte einen weiteren Test durch, der vom Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin ausgewertet wird. Mit einem endgültigen Ergebnis wird im Laufe des Samstags gerechnet. Zudem wurden sechs Kontaktpersonen aus dem häuslichen Umfeld ermittelt, die zu Hause isoliert werden und regelmäßig über ihren Gesundheitszustand informieren müssen. Weitere Kontaktpersonen gehören zu einer Studentengruppe, mit der der 22-Jährige gereist war.

Dazu zählte auch der 23 Jahre alte Student aus Essen, bei dem ein erster Test laut Feuerwehr positiv ausfiel. Da dieser Test jedoch nur vorläufigen Charakter hat, wurde eine Probe zum RKI gebracht. Das Untersuchungsergebnis des RKI mit der möglichen endgültigen Bestätigung wird den Angaben zufolge nicht vor Samstagmittag vorliegen.

Die Freundin des Mannes wurde am Freitag ebenfalls einem Test unterzogen. Beide Verdachtsfälle seien im Moment klinisch unauffällig, die Betroffenen zeigten keine Krankheitssymptome, hieß es.

In Nordrhein-Westfalen gibt es bislang fünf bestätigte Schweinegrippe-Fälle. Zudem wird eine 24-jährige Kölner Studentin mit Verdacht auf Schweinegrippe in einem Krankenhaus behandelt. Bislang wurde die Erkrankung aber noch nicht vom RKI bestätigt.